Judith W. Taschler

Dieser erste Satz ist der Beginn einer sprachlich, erzählerisch und inhaltlich brillanten Erzählung, von Mühlviertler Alltagsgeschichten, die zur großen Familiensaga gereichen. Mit ‚Über Carl reden wir morgen' überzeugt Judith W. Taschler restlos.

Helmut Atteneder, Oberösterreichische Nachrichten

Taschlers Lust am Erzählen gepaart mit profunder Recherche machen 'Über Carl reden wir morgen' zu einem Schmöker im allerbesten Sinn.

Doris Kraus, Die Presse

Taschler ist eine große Erzählerin, die weiß, wie Romane raffiniert zu komponieren sind.

Udo Schöpfer, Die Rheinpfalz

Judith W. Taschler erweist sich in dieser Familiensaga, in der unaufdringlich und umso eindrücklicher auch Weltgeschichte verhandelt wird, erneut als meisterhafte Erzählerin, deren Sound mit jedem ihrer Bücher besser, komplexer und intensiver wird.

Bettina Ruczynski, Sächsische Zeitung

 

ORF Oberösterreich und ORF Tirol heute: ÜBER CARL REDEN WIR MORGEN

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Ein kurzer Film über den kommenden Roman ÜBER CARL REDEN WIR MORGEN

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Ich freue mich auf die Buchpräsentationen in Innsbruck am 20. April und in Wien am 27. April und auf alle weitere Lesungen.

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Über Carl reden wir morgen

Einige Monate, bevor Anton seinen Krieg mit Gott führte, hatte in Wien eine Revolution begonnen, von der man im Mühlviertel nicht viel mitbekam. Beim sonntäglichen Frühschoppen hörte Anton den Männern zu, sie redeten vorwiegend über die Forderung der Bauern: die entschädigungslose Streichung ihrer Feudallasten.

Erhitzt diskutierten sie über den Antrag auf Abschaffung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses, den ein junger schlesischer Medizinstudent namens Hans Kudlich im Reichstag - der ersten Volksvertretung in der Geschichte der österreichischen Monarchie - eingebracht hatte. Anton las in der Zeitung einen Auszug aus seiner flammenden Rede, die der Mann unter tosendem Applaus gehalten hatte.

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