Judith W. Taschler

Und so gelingt mit „Nur nachts ist es hell" überzeugende Literatur, die die großen Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hautnah erlebbar macht.

Sophie Weilandt, ORF ZIB

Das Buch hat gute Figuren, gute Storys, einen exakten historischen Hintergrund, ist eine emanzipatorische Geschichte ohne Kampfgetöse, dafür mit vielen feinen Beobachtungen. Selten habe ich das Ende eines Buches so bedauert.

Koni Loepfe, P. S. - Die linke Zürcher Wochenzeitung

Ein großartiger Roman. Judith W. Taschler unterstreicht damit ihren Ruf als Erzählerin von Rang.

Udo Schöpfer, Die Rheinpfalz

ORF Tirol heute am 2. September 2024

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Bettina Wagner empfiehlt „Nur nachts ist es hell“ im ORF Studio 2.

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ORF ZIB13 am 26. August 2024

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Über Carl reden wir morgen

Einige Monate, bevor Anton seinen Krieg mit Gott führte, hatte in Wien eine Revolution begonnen, von der man im Mühlviertel nicht viel mitbekam. Beim sonntäglichen Frühschoppen hörte Anton den Männern zu, sie redeten vorwiegend über die Forderung der Bauern: die entschädigungslose Streichung ihrer Feudallasten.

Erhitzt diskutierten sie über den Antrag auf Abschaffung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses, den ein junger schlesischer Medizinstudent namens Hans Kudlich im Reichstag - der ersten Volksvertretung in der Geschichte der österreichischen Monarchie - eingebracht hatte. Anton las in der Zeitung einen Auszug aus seiner flammenden Rede, die der Mann unter tosendem Applaus gehalten hatte.

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