Autorin Judith W. Taschler

DAVID (Oktober 2017)

Er wusste, was er unter der Erde finden würde, es war offensichtlich, was sie hatte verbergen wollen.

Später bereute er, gegraben zu haben, die Bilder wurde er lange nicht los, er hätte einfach nur die Rettung anrufen sollen, die Polizei und den Tierarzt. Im Garten, während er wartete, sah er dann die Bewegung im Ahornbaum, es musste Magdalena sein, er konnte sie lange nicht entdecken, doch dann sah er einen Zipfel ihres Kleides, sie hatte sich ziemlich weit oben im Baum versteckt.

Seite 144 f.

Der erfolgreiche Geschäftsmann Viktor, der alles dafür tut, um eine bestimmte Frau glücklich zu machen. Magdalena, deren Leben nach einem tragischen Unglück schwierig und enttäuschend verläuft. Der dreiundzwanzigjährige Jan, gutaussehend, sportlich, zynisch, der als Skilehrer arbeitet, das Leben und die Frauen liebt, jedoch Angst vor Nähe hat.



Drei Menschen aus drei Generationen, deren Schicksale durch einen Ahornbaum verbunden sind. Einen Davidsahorn, den ein Mann seiner geliebten Frau aus der französischen Kriegsgefangenschaft mitbrachte. Jahre später ist es ausgerechnet dieser mächtige Baum, gegen den ein Auto prallt, dabei kommt die Fahrerin ums Leben. Viktor jedoch ahnt, dass es kein Unfall war. Allmählich kommen Dinge aus der Vergangenheit ans Tageslicht, die er - und auch Magdalena - gerne vergessen würden, und die Jan niemals erfahren darf.

Denn es ist nicht nur der Baum, der die Schicksale der drei miteinander verbindet, sondern weitaus mehr.

David - Judith W. Taschler - DROEMER

Nur ein Jahr nach dem geglückten Absprung zu einem der renommiertesten Verlage Deutschlands und dem großen Erfolg von „bleiben“ hat Judith W. Taschler das nächste erfolgsverdächtige Buch geschrieben: „David“, eine Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg. … In 46 Kapiteln verschiebt Judith Taschler die Puzzleteile der Geschichte(n) so vorsichtig, dass sich das ganze Ausmaß eines manipulativen Eingriffs in der Vergangenheit auf das Leben der Protagonisten erst gegen Ende erschließt. Großartig (wie immer) die verschiedenen Erzählperspektiven, und wie es der Autorin gelingt, mit einer klaren Sprache Gefühle darzustellen und (beim Leser) zu wecken! Fazit: Große Fragen des Lebens - Familie, Identität, Schicksal - zwar nicht gelöst, aber packend und mit Empathie hinterfragt.
David

Buchkultur, Maria Leitner

Bei Glanzstücken der Literatur löst ein einzelnes Wort beim Leser Verwunderung, Neugier und Sehnsucht aus. Bleiben. Wer muss bleiben, was bleibt übrig, was wäre die Alternative? Judith W. Taschler fügt mit ungewöhnlichen Fragestellungen rund um das „bleiben“ diverse Erinnerungen, Beziehungen und Zusammenhänge ineinander. … Bleiben ist ein leichtfüßiger Roman, der schwerlastigen Themen durchaus Paroli bietet. Der Leser ist immer eingebunden mit dieser fragenden Art des Erzählens, nie kommt eine falsche Moral heraus.
bleiben

Südtiroler Tageszeitung, Helmut Schönauer

Eine wendungsreiche Geschichte von der Liebe in ihren unterschiedlichsten Facetten.
bleiben

Brigitte

Die gebürtige Mühlviertlerin Judith W. Taschler hat mit „bleiben“ einen Roman mit Bestsellerpotential geschrieben.
„bleiben“ zieht an, hat dieses gewisse Etwas, das es fast unmöglich macht, das Buch wegzulegen. Es regt zum Weiterdenken und zur Bestandsanalyse der eigenen Hinterlassenschaft an.
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Oberösterreichische Nachrichten

Nicht tränendrüsig, nein, lebhaft und auf eine sehr behutsame Art spannend erzählt.
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WDR, frauTV, Christine Westermann

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